Herkömmliche Fertigungsverfahren führen häufig zu langwierigen und kostspieligen Prototypenzyklen. Werkzeugbau, maschinelle Bearbeitung, Outsourcing und manuelle Fertigung können die Entwicklungszeit um Wochen oder Monate verlängern. Die additive Fertigung beseitigt viele dieser Engpässe, da Ingenieure direkt von der CAD-Datei zum physischen Bauteil gelangen können. Dadurch wird der Produktentwicklungsprozess deutlich agiler.
Rapid Prototyping erfolgt in der Regel in einem iterativen Prozess:
- Definition der Anforderungen
- Erstellung eines 3D-Designs
- Vorbereiten und Drucken des Modells
- Nachbearbeitung des Bauteils
- Testen der Leistung vor der weiteren Optimierung
- Iterative Optimierung und Verfeinerung des Designs
Der Prozess kann mehrfach durchlaufen werden. Jede Iteration hilft dabei, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, Designs zu optimieren, die Fertigbarkeit zu verbessern und den Aufwand für spätere Nacharbeiten zu reduzieren. Dadurch wird die Produktentwicklung beschleunigt und hochwertige Produkte können schneller auf den Markt gebracht werden.
Warum Rapid Prototyping die Fertigung verändert hat
Vor der Einführung der additiven Fertigung wurde die Produktentwicklung durch hohe Werkzeugkosten, fertigungstechnische Einschränkungen und lange Vorlaufzeiten ausgebremst. Eine einzige Spritzgussform konnte Zehn- oder sogar Hunderttausende von Dollar kosten. Maschinell bearbeitete Prototypen erforderten häufig hochqualifizierte Fachkräfte und einen erheblichen Programmieraufwand. Jede Designänderung verursachte zusätzliche Kosten und Verzögerungen.
Warum 3D-gedruckte Prototypen herkömmlichen Fertigungsmethoden überlegen sind
Während konventionelle Fertigungsverfahren für die Großserienproduktion weiterhin unverzichtbar sind, bietet das Rapid Prototyping in der Entwicklungsphase und bei der Kleinserienfertigung mehrere entscheidende Vorteile.
Industrielle Anwendungen des Rapid Prototyping
Die Technologien des Rapid Prototyping
In den vergangenen vier Jahrzehnten hat 3D Systems eines der umfassendsten Portfolios für die additive Fertigung in der Branche entwickelt. So können Unternehmen Technologien auswählen, die optimal auf bestimmte Anwendungen, Materialien, Oberflächenqualitäten, Präzisionsanforderungen und Durchsatzanforderungen abgestimmt sind.
Produkte für Rapid Prototyping
Häufig gestellte Fragen
SLA 825 Dual 3D Printer
Produktivität neu definiert – für komplexe, großformatige 3D-gedruckte Bauteile
DMP Flex 350 Triple
Mittelgroßer, belastbarer Drucker mit drei Lasern für zuverlässige, wiederholbare Produktion
Figure 4 135
Hohe Geschwindigkeit, hohe Präzision mit wiederholbarer Genauigkeit für werkzeuglose Fertigung
PSLA 270
Vereint das Beste aus SLA- und Lichtprojektionstechnologien für überragende Leistung und Produktivität
AddiTrak™ Fleet Management
Flottenmonitoring und Alarmmanagement vor Ort für 3D Systems-Drucker – unterstützt durch die IIoT-Konnektivität von 3D Systems
Häufig gestellte Fragen
Rapid Prototyping bezeichnet die schnelle Herstellung physischer Modelle, funktionsfähiger Bauteile oder Baugruppen direkt aus digitalen CAD-Daten mithilfe additiver Fertigungstechnologien.
Die Druckdauer beim 3D-Druck hängt maßgeblich von der Komplexität der Geometrie und der Größe des Bauteils ab. Generell arbeiten 3D-Drucker der Marke Figure 4 jedoch sehr schnell und können Bauteile häufig in weniger als einer Stunde herstellen. SLA-3D-Drucker benötigen in der Regel einige Stunden, während die Fertigung mit SLS-3D-Druckern je nach Bauteilgröße und Auslastung zwischen einem halben und zwei Tagen dauern kann.
Das Rapid Prototyping dient der Designvalidierung, bevor das endgültige Design festgelegt und die Produktion aufgenommen wird. Bei der schnellen Fertigung werden Bauteile mithilfe des 3D-Drucks schnell, werkzeuglos und in kleinen bis mittleren Stückzahlen produziert.
Je nach Anforderungen eignen sich zahlreiche Materialien von 3D Systems für das Rapid Prototyping, darunter Accura-Materialien für SLA und MJP, DuraForm-Polyamide für SLS, Figure 4-Materialien und DMP-Metallwerkstoffe.
Ja. Bei Kunststoffen ermöglichen die Figure 4- und SLA-3D-Drucker die Herstellung äußerst realistischer, detailreicher und funktionsfähiger Prototypen, die umfassend getestet werden können.
Auch hier hängt die Dauer vollständig von der Komplexität der Geometrie und der Größe des Bauteils ab. Mit Figure 4 kann die Prototyperstellung nur wenige Stunden dauern, mit SLA und MJP über Nacht und mit SLS und DMP ein bis zwei Tage.
Die Entscheidung, die Prototyperstellung ins eigene Unternehmen zu verlagern, hängt von weit mehr Faktoren als nur den Kosten des Druckers ab. Entscheidend sind unter anderem die Anforderungen an die Vertraulichkeit von Daten, das intern verfügbare Fachwissen und die Wahl des 3D-Druckers. Weitere Informationen erhalten Sie in einem Gespräch mit einem erfahrenen Ingenieur, der Ihren ROI berechnen kann.
Der 3D-Druck bietet eine deutlich größere Designfreiheit und ermöglicht die schnelle, werkzeuglose Herstellung von Prototypen. Die CNC-Bearbeitung kann kostengünstiger sein, ist jedoch häufig mit längeren Durchlaufzeiten verbunden und bietet nicht die Designfreiheit und Möglichkeiten für Funktionstests, die der 3D-Druck ermöglicht.