Das STL-Format hat sich mittlerweile als branchenübliches Datenübertragungsformat etabliert und ist für die Interaktion mit Quickparts erforderlich. Bei diesem Format wird sich den Oberflächen eines Festkörpermodells über Dreiecke angenähert. Bei einem einfachen Modell wie dem in Abbildung 1 gezeigten Kasten erfolgt diese Annäherung über zwölf Dreiecke (siehe Abbildung 2). Je komplexer die Oberfläche, desto mehr Dreiecke werden erzeugt (siehe Abbildung 3).

Was ist STL?

Nahezu alle modernen CAD-Systeme können heute eine STL-Datei erzeugen. Für den Benutzer ist dieser Vorgang meist denkbar einfach: Datei auswählen und dann im STL-Dateiformat speichern. Nachfolgend finden Sie eine schrittweise Anleitung zum Erzeugen hochwertiger STL-Dateien mit einigen der heute führenden CAD-Systeme. Dabei exportieren Sie Ihre STL-Datei immer als Binärdatei. Auf diese Weise sparen Sie Zeit und reduzieren die Dateigröße. 

Als allgemeine Regel gilt, dass ein Ändern von Optionen, z. B. Sehnentoleranz oder Winkelsteuerung, zu einer Veränderung der Auflösung Ihrer STL-Datei führt. Je größer die STL-Datei, desto mehr Dreiecke werden auf der Oberfläche des Modells platziert. Bei einfachen Geometrien (nur wenige Kurven) ist die Datei möglicherweise nur einige Hundert Kilobyte groß. Bei komplexen Modellen führen Dateigrößen im Bereich von 1–5 MB zu guten Ergebnissen. Für die meisten Geometrien sind Dateien von mehr als 5 MB unnötig und verlängern häufig nur die erforderliche Zeit zum Erstellen des Angebots und zum Zurücksenden Ihrer Teile.

Außerdem erfordern die meisten RP-Prozesse und -Werkstoffe eine Detailstärke von mindestens 0,051 cm (0,020 Zoll). Bei geringeren Stärken werden die entsprechenden Details nicht entwickelt. Bitte überprüfen Sie Ihre Modelle entsprechend, und nehmen Sie an wichtigen Details ggf. geeignete Änderungen vor. Eine Ausnahme hiervon ist SLA mit hoher Auflösung, wo Detailstärken von 0,0254 cm (0,010 Zoll) möglich sind, sowie der SLS Flex-Werkstoff, der für das Erzeugen von Details eine Stärke von 0,102 cm (0,040 Zoll) erfordert.

(Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nur um allgemeine Richtlinien handelt, die in einigen Fällen möglicherweise nicht anwendbar sind oder nicht zur bestmöglichen STL-Datei führen. Um weitere Informationen oder technischen Support zu erhalten, ziehen Sie bitte unser Benutzerhandbuch zurate oder wenden Sie sich an die Entwickler der Software. Sollte Quickparts feststellen, dass Ihre STL-Datei nicht für eine Produktion geeignet ist, nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf und fordern eine aktualisierte Datei an.)

Geomagic Design (vormals Alibre)

  • Datei
  • Export 
  • Speichern unter > STL 
  • Dateinamen eingeben 
  • Speichern 

 

AutoCAD

  • Für die Ausgabe in eine STL-Datei muss es sich bei Ihrem Design um ein dreidimensionales solides Objekt handeln.
  • Vergewissern Sie sich, dass sich das Modell im positiven Raum befindet.
  • Setzen Sie den Wert für „Facetres“ auf 10. 
  • Geben Sie an der Eingabeaufforderung STLOUT ein.
  • Wählen Sie „Objekte“ aus.
  • Klicken Sie auf „Y“, um eine Binärdatei zu erstellen. 
  • Wählen Sie „Dateiname“ aus. 

 

CadKey/KeyCreator

  • Wählen Sie unter „Exportoptionen“ den Punkt „Stereolithographie“
  • Geben Sie den Dateinamen ein. 
  • Klicken Sie auf „OK“. 

 

I-DEAS

  • „Datei“ >„Exportieren“ >„Rapid-Prototyping-Datei“ >„OK“
  • Wählen Sie das Teil für die Prototypenerstellung aus. 
  • Wählen Sie „Prototypgerät“ > „SLA500.dat“ > „OK“. 
  • Stellen Sie die absolute Facettenabweichung auf 0,000395 ein. 
  • Wählen Sie „Binär“ > „OK“. 

 

Inventor

  • „Kopie speichern als“
  • Wählen Sie „STL“. 
  • Wählen Sie „Optionen“ > Einstellung „Hoch“. 
  • Dateinamen eingeben 
  • Speichern 

 

IronCAD

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Teil
  • „Teileigenschaften“ > „Rendering“ 
  • Setzen Sie „Facettenoberflächenglättung“ auf 150. 
  • „Datei“ > „Exportieren“
  • Wählen Sie „.STL“. 

 

Mechanical Desktop

  • Exportieren Sie Ihre STL-Datei über den Befehl AMSTLOUT.
  • Die folgenden Befehlszeilenoptionen wirken sich auf die Qualität der STL-Datei aus und sollten für eine akzeptable Datei angepasst werden.
  • Winkeltoleranz – Dieser Befehl begrenzt den Winkel zwischen den Normalen von benachbarten Dreiecken.
  • Die Standardeinstellung ist 15 Grad. Durch Reduzieren des Winkels erhöht sich die Auflösung der STL-Datei. 
  • Seitenverhältnis – Diese Einstellung steuert das Verhältnis zwischen Höhe/Breite der Facetten. Bei einer Einstellung von 1 ist die Höhe einer Facette nicht größer als ihre Breite. Mit der Standardeinstellung 0 wird diese Option ignoriert. 
  • Oberflächentoleranz – Mit dieser Einstellung wird der größte Abstand zwischen der Kante einer Facette und der eigentlichen Geometrie bestimmt. Mit der Einstellung 0,0000 wird diese Option ignoriert. 
  • Abstand Scheitelpunkt – Mit dieser Option wird die Kantenlänge einer Facette gesteuert. Die Standardeinstellung ist 0,0000, d. h. die Einstellung wird ignoriert.

 

ProE

  • „Datei“ >„Kopie speichern“
  • Setzen Sie den Typ auf „STL“. 
  • Setzen Sie die Sehnenhöhe auf 0. In das Feld wird der geringste zulässige Wert übernommen. 
  • Setzen Sie „Winkelsteuerung“ auf 1. 
  • Wählen Sie „Dateiname“. 
  • OK. 

 

Rhino

  • „Datei“ >„Speichern unter“
  • Wählen Sie „Dateityp“ > „STL“. 
  • Geben Sie einen Namen für die STL-Datei ein. 
  • Speichern 
  • Wählen Sie „Binäre STL-Dateien“. 

 

SolidDesigner

  • „Datei“ >„Extern“ >„STL speichern“
  • Wählen Sie den Modus „Binär“ aus. 
  • Wählen Sie „Teil“ aus. 
  • Geben Sie für „Max. Abweichung Abstand“ den Wert 0,001 mm ein.
  • Klicken Sie auf „OK“. 

 

Solid Edge

  • „Datei“ >„Speichern unter“
  • Wählen Sie unter „Speichern unter“ den Typ „STL“ aus. 
  • Optionen 
  • Setzen Sie die Umwandlungstoleranz auf 0,001 Zoll oder 0,0254 mm. 
  • Stellen Sie den Flächenebenenwinkel auf 45,00 ein. 
  • Speichern 

 

SolidWorks

  • „Datei“ >„Speichern unter“
  • Wählen Sie unter „Speichern unter“ den Typ „STL“ aus. 
  • „Optionen“ > „Ausgabe als“ = „Binär“, „Einheit“ = „Zoll“ 
  • „Auflösung“ > „Benutzerdefiniert“, „Abweichungstoleranz“ = Minimum (Schieberegler ganz rechts), „Winkel“ = 5 Grad
  • OK. 
  • Speichern 

 

Think3

  • „Datei“ >„Speichern unter“
  • Wählen Sie unter „Speichern unter“ den Typ „STL“ aus. 
  • Speichern 

 

Unigraphics

  • „Datei“ >„Exportieren“ >„Rapid Prototyping“
  • Setzen Sie den „Ausgabetyp“ auf „Binär“. 
  • Setzen Sie „Dreieckstoleranz“ auf 0,0025. 
  • Setzen Sie „Angrenzungstoleranz“ auf 0,12. 
  • Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Automatische Normalen-Erz.“ 
  • Setzen Sie „Normalanzeige“ auf „Aus“. 
  • Aktivieren Sie „Dreiecksanzeige“.