Wenn Sie in den letzten zwei Jahrzehnten irgendwo in Europa geflogen sind, stehen die Chancen gut, dass Sie mit easyJet geflogen sind. Diese führende europäische Billigfluggesellschaft bringt Reisende auf über 600 Strecken sicher und bequem in mehr als 30 Länder und bietet dabei einige der günstigsten Tarife auf dem gesamten Kontinent. Wie schafft das Unternehmen das? Mit einem Fokus auf Sicherheit, Einfachheit und betrieblicher Effizienz. Die technische Organisation von easyJet setzt diese Philosophie in die Tat um, indem sie die Sicherheit in den Mittelpunkt aller Aktivitäten stellt und durch Innovationen die Leistung kontinuierlich verbessert und die Kosten reduziert.

easyJet bewertet Flugzeugschäden schneller mit Geomagic Control X
Ein Airbus A320 von easyJet in der Wartungshalle des Unternehmens, wo 3D-Scans eingesetzt werden, um die Bewertung von Flugzeugschäden zu verbessern und zu beschleunigen.

Minimierung der Zeit am Boden für Flugzeuge

Eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Minimierung von Verspätungen und zur Wahrung niedriger Ticketpreise bei easyJet ist die Reduzierung der Dauer, die das Flugzeug aufgrund von Flugunfähigkeit am Boden bleiben muss (das sogenannte Aircraft on Ground - AOG). Ungeplante AOG-Ereignisse treten auf, wenn eines der 298 Airbus-Flugzeuge des Unternehmens beschädigt wird oder mechanische Ausfälle hat. Diese Ausfälle können sehr kostspielig sein – ganz zu schweigen von den Unannehmlichkeiten für die Passagiere. Natürlich ist es für die Fluggesellschaft und ihre Passagiere besser, wenn ein beschädigtes Flugzeug schneller überprüft werden kann. 

„Eine unserer größten Herausforderungen ist es, die Dauer, die das Flugzeug aufgrund von Flugunfähigkeit am Boden bleiben, zu reduzieren und bei Schäden akkurate Aufzeichnungen zu führen", sagt Andrew Knight, Fleet Structures Engineer bei easyJet. Auch wenn sie selten sind, können Hagel, Vogelschlag und andere Ereignisse die Tragflächen und den Rumpf beschädigen und erfordern eine Inspektion. Erst dann kann wieder geflogen werden. Bei der Inspektion von Schäden, die durch solche Ereignisse entstanden sind, handelt es sich normalerweise um einen technischen, manuellen und zeitaufwändigen Prozess, bei dem das Wartungspersonal den Schaden am Flugzeug mit manuellen Messwerkzeugen wie Linealen und Messschiebern beurteilen muss. Noch schlimmer ist, dass die Interpretation des Schadensausmaßes mit dieser Technik sehr subjektiv und bei verschiedenen Mitarbeiter nicht konsistent ist. Das Strukturtechnik-Team von easyJet suchte nach einer modernen Lösung, um die Dinge zu beschleunigen und genauere, nachvollziehbare Ergebnisse zu liefern.

3D-gescannte Abweichungsortung mit Geomagic Control X
Geomagic Control X zeigt die Ergebnisse einer Dellenanalyse an, einschließlich der maximalen Tiefe und des Abstands zwischen den einzelnen Dellen, basierend auf einem 3D-Scan einer Tragflächenklappe.

Wiederholbare, präzise, mobile 3D-Inspektion

„Wir haben nach einem System gesucht, das für den Wartungstechniker einfach zu bedienen ist, aber auch die Möglichkeit bietet, tiefergehende Berichte zu erstellen, wenn diese vom Wartungspersonal benötigt werden. Es muss präzise, wiederholbar und vor allem mobil sein, da AOG-Ereignisse überall in unserem Netzwerk von 136 Destinationen in ganz Europa auftreten können", so Knight weiter. „Die größte Herausforderung war die Software. Sie musste eine einfache, leicht zu bedienende Schnittstelle bieten, um einen grundlegenden Schadensbericht zu erhalten. Sie musste aber auch leistungsfähig genug sein, um in den Wartungsbüros ausführlichere Details zu liefern. Das 3D-Scannen sollte uns eine präzise, schnelle Schadensbeurteilung mit wiederholbaren Ergebnissen liefern – unabhängig von der Erfahrung des Anwenders."

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Ein effektiver Ansatz für das Scannen in 3D

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Aus diesen Gründen wandte sich easyJet an den 3D Systems-Wiederverkäufer OR3D, ein britisches Unternehmen mit Erfahrung im Bereich 3D-Scannen und Geomagic-Software. Robert Wells, ein 3D-Scanning-Experte bei OR3D, berichtet: „Aufgrund der Anforderung von easyJet, schnell große Bereiche – wie die gesamte Tragfläche eines Airbus A320 – auf dem Rollfeld zu scannen, empfahlen wir einen tragbaren 3D-Scanner für den Handbetrieb. Uns war klar, dass Geomagic Control X™ die richtige Software war, weil das Unternehmen eine automatisierte Methode zur Bewertung von Dellen benötigte, die für die Mitarbeiter leicht zu erlernen und anzuwenden war." Mit dieser Lösung dauert die Schadensbeurteilung der etwa 21 Meter (70 Fuß) langen Landeklappen eines A320 nur noch wenige Stunden – im Vergleich zu mehreren Tagen mit Wachsabdrücken auf Kohlepapier. So spart easyJet Zehntausende von Pfund/Euro pro Schadensfall.

Geomagic Control X-Inspektion zeigt easyJet schnell und präzise die Position der Dellen an.
Bei der Beurteilung von Flugzeugoberflächen sind Ort und Schweregrad von Schäden sofort erkennbar. Reparaturentscheidungen können schnell und mit einem hohen Maß an Sicherheit getroffen werden.

Sofortige Berichterstellung für schnelle Dokumentation

Sobald die Scans abgeschlossen sind, können die easyJet-Ingenieure sofort Schadensberichte aus der Geomagic Control X-Software abrufen. Sie müssen keine CAD-Modelle laden oder die Scandaten mit irgendetwas anderem in der Software abgleichen. Sie benötigen keine tiefgreifenden messtechnischen Kenntnisse, um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Control X verwendet seine CAD-Engine, um automatisch eine idealisierte Geometrie zu erstellen, die den von Airbus definierten Standards für die Oberflächenbeschaffenheit entspricht. Die Software misst das gescannte Flugzeug auf Basis dieser idealisierten Geometrie, um sofortige Ergebnisse zu liefern. Innerhalb weniger Minuten verfügen die easyJet-Ingenieure über einen konsistenten, wiederholbaren und gründlich dokumentierten ersten Schadensbericht, mit dem sie entscheiden können, welche Reparaturen, wenn überhaupt, erforderlich sind, bevor das Flugzeug wieder in Betrieb genommen werden kann.

Leistungsstarke 3D-Inspektion, die leicht zu erlernen ist

easyJet hat Control X zur groß angelegten Schadensbeurteilung eingesetzt, weil es für sehr beschäftigte Ingenieure mit vielen anderen Aufgaben so zugänglich ist. Knight erwähnte dies ausdrücklich und sagte: „Ingenieure werden ein System nicht nutzen, wenn es zu komplex ist und tiefgreifende Softwarekenntnisse und/oder umfangreiche Schulungen erfordert." Control X erfüllt diese Anforderungen besser als jede andere scanbasierte Inspektionssoftware, denn es ist intuitiv, leicht zu erlernen und leistungsstark genug, um komplexe Messszenarien zu bewältigen. Jeder, der mit der Verwendung von 3D-Software vertraut ist, kann Control X einsetzen und in wenigen Minuten Ergebnisse erzielen. Er kann ohne Vorprogrammierung oder unflexible Makros das messen, was er braucht.

Was bedeutet dieser neue, moderne Ansatz zur Schadensinspektion für easyJet? „Wir schätzen, dass wir mit den derzeitigen 3D-Systemen ca. 80 % der Zeit für die Durchführung von Inspektionen einsparen können, mit einem Einsparungspotenzial von 80 % hinsichtlich der Kosten", sagt Knight. Es gibt noch weitere Vorteile, die über die reduzierte AOG-Zeit und die bessere Entscheidungsfindung bei Reparaturen hinausgehen: Die Aufbewahrung detaillierter Schadensberichte, inklusive genauer Scandaten, kann dem Unternehmen auch noch in Jahren von Nutzen sein. Beispielsweise, wenn es um den Verkauf oder die Rückgabe von Flugzeugen an die Leasinggeber geht.

Der Einsatz von Control X bei easyJet ist ein weiteres Beispiel dafür, wie eine einfache, intuitive Inspektionssoftware Unternehmen bei der Sicherstellung einer durchgängigen Qualität hilft, indem mehr Mitarbeiter mehr Dinge an mehr Orten messen können. Erfahren Sie jetzt mehr über Geomagic Control X.